Im Juli 2017 besuchte ich das Technikmuseum Sinsheim – ein Ort, der schon lange auf meiner Liste stand. Als Technik- und Geschichtsliebhaber war es für mich ein besonderer Moment, die beeindruckende Vielfalt historischer Fahrzeuge, Flugzeuge und Maschinen einmal mit eigenen Augen zu sehen.
Ankunft und erster Eindruck
Schon beim Betreten des Geländes war ich überwältigt von der Größe der Ausstellung. Überall glänzten Chrom, Stahl und faszinierende Konstruktionen aus mehr als hundert Jahren Technikgeschichte. Das Museum gehört zur Stiftung Auto & Technik Museum Sinsheim Speyer und ist mit über 50.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche eines der größten Technikmuseen Europas.
Bereits im Eingangsbereich wird deutlich, dass hier Menschen mit Leidenschaft sammeln, restaurieren und präsentieren. Die Hallen sind randvoll mit Fahrzeugen, Motoren und Maschinen, die die Entwicklung von Mobilität und Technik in eindrucksvoller Weise dokumentieren.
Die Concorde und die Tupolev Tu-144
Ein absolutes Highlight meines Besuchs war der Aufstieg auf das Dach des Museums. Dort stehen die beiden legendären Überschallflugzeuge Concorde (F-BVFB) und Tupolev Tu-144 (CCCP-77112) – nebeneinander, als Symbol für zwei konkurrierende technologische Meisterleistungen aus Ost und West.
Beide Maschinen können betreten werden, und der Gang durch die schmalen Kabinen, vorbei am Cockpit voller analoger Anzeigen, war für mich ein besonderes Erlebnis. Hier spürt man den Pioniergeist der 1960er und 70er Jahre – eine Zeit, in der Geschwindigkeit, Fortschritt und Innovation eng miteinander verbunden waren.
Automobile Schätze und Rennsportgeschichte
In den Ausstellungshallen widmete ich mich anschließend den Automobilen. Besonders beeindruckend war die Sammlung historischer Sportwagen, Oldtimer und Formel-1-Boliden. Zwischen glänzenden Karosserien und detailverliebten Restaurierungen fand ich viele Modelle, die Meilensteine der Automobilgeschichte darstellen – vom legendären Mercedes 300 SL „Flügeltürer“ bis zu den Ferrari-Rennwagen der 1980er Jahre.
Auch die Abteilung mit amerikanischen Straßenkreuzern aus den 1950er Jahren sorgte für Begeisterung – riesige Chromstoßstangen, glänzende Lacke und ein Hauch von Rock’n’Roll.
Technik zum Staunen
Was mir besonders gefiel, war die Mischung aus Geschichte und Erlebnis. Viele Exponate sind so präsentiert, dass man sie aus nächster Nähe betrachten kann, und an mehreren Stellen bieten interaktive Stationen spannende technische Einblicke. Das Museum zeigt, wie eng Fortschritt, Handwerk und Erfindergeist miteinander verbunden sind.
IMAX-Erlebnis und Ausblick
Zum Abschluss meines Besuchs schaute ich noch im IMAX 3D-Kino vorbei, das direkt zum Museum gehört. Hier werden Filme über Natur, Raumfahrt und Technik auf einer riesigen Leinwand gezeigt – ein eindrucksvolles Erlebnis, das perfekt zum Gesamtbild des Museums passt.
Fazit: Mein Besuch im Technikmuseum Sinsheim war ein Tag voller Staunen, Lernen und Begeisterung. Besonders die Kombination aus Luftfahrt, Automobilgeschichte und mechanischer Ingenieurskunst macht das Museum zu einem Ort, an dem Technik lebendig wird.
Wer sich für Technik, Geschwindigkeit und Geschichte interessiert, sollte Sinsheim unbedingt besuchen – am besten mit genügend Zeit, denn die Vielzahl der Exponate lässt Stunden wie im Flug vergehen.











