Zwischen Geschichte und Ostseewind
Im Oktober 2024 führte mich ein Tagesausflug in das idyllische Ostseebad Laboe, etwa 20 Kilometer nordöstlich von Kiel. Obwohl das Wetter herbstlich-kühl war, lohnte sich der Besuch gleich doppelt – mit dem beeindruckenden Marine-Ehrenmal und dem historischen U-Boot U 995.
Ein Ort des Gedenkens: Das Marine-Ehrenmal
Schon von weitem sichtbar ragt das 72 Meter hohe Ehrenmal über die Kieler Förde. Ursprünglich als Denkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Marinesoldaten errichtet, erinnert es heute an alle auf See gebliebenen Seeleute weltweit – ein Ort des stillen Gedenkens und der Mahnung.
Ich habe den Turm bestiegen – wahlweise über die 341 Stufen oder bequem per Fahrstuhl – und wurde mit einem großartigen Blick über die Förde und die Ostsee belohnt. In der darunterliegenden Gedenkhalle findet man historische Exponate, Schiffsmodelle und Tafeln, die zur Reflexion anregen.
Technik zum Anfassen: Das U-Boot U 995
Direkt am Strand liegt U 995, ein deutsches U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg. Es ist heute ein begehbares Museum und vermittelt auf sehr eindrucksvolle Weise die Enge, den Alltag und die Herausforderungen an Bord. Ich war überrascht, wie kompakt der Innenraum ist – kaum vorstellbar, dass hier einst über 40 Mann im Einsatz waren.
Praktische Tipps für deinen Besuch
- Öffnungszeiten im Oktober: täglich von 10:00 bis 17:30 Uhr
- Kombi-Ticket für Ehrenmal & U-Boot: ca. 13 € für Erwachsene
- Adresse: Strandstraße 92, 24235 Laboe
- Anfahrt: Mit dem Auto über die B502 oder ab Kiel mit Fähre oder Bus
- Tipp: Warme Kleidung nicht vergessen – der Wind an der Küste ist kräftig!
Fazit: Laboe ist nicht nur ein hübscher Badeort, sondern auch ein bedeutender Erinnerungsort deutscher Marinegeschichte. Die Kombination aus emotionaler Tiefe, beeindruckender Architektur und technischer Faszination macht diesen Ausflug besonders empfehlenswert – gerade im goldenen Oktober, wenn die Strände leerer und die Eindrücke umso intensiver sind.


























