Panoptikum Hamburg

Bewertung: 4 von 5.

Ein grauer Novembertag führte mich auf die Reeperbahn – mitten hinein ins Herz von St. Pauli. Zwischen Theatern, Musikclubs und Kiezlichtern sticht das traditionsreiche Panoptikum am Spielbudenplatz sofort ins Auge. Schon beim Betreten wird klar: Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Illusion.

Im ältesten Wachsfigurenkabinett Deutschlands – gegründet 1879 von Friedrich Hermann Faerber – begegnet man über 120 Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Musik und Sport. Ob Udo Lindenberg, Helmut Schmidt, Angela Merkel oder internationale Stars: Die Figuren sind mit so viel Liebe zum Detail gestaltet, dass man manchmal zweimal hinschauen muss. Für die Herstellung einer einzigen Figur werden bis zu zwei Jahre Arbeit investiert.

Mein Rundgang dauerte etwa eine Stunde. Besonders spannend fand ich die Mischung aus weltbekannten Prominenten und echten Hamburger Originalen. Die Ausstellung ist stimmungsvoll beleuchtet, es gibt kurze Info-Texte und mit dem kostenlosen Audioguide erfährt man viele kleine Anekdoten. Fotos sind ausdrücklich erwünscht – perfekte Erinnerungen für den nächsten Hamburg-Besuch.

Auch praktisch überzeugt das Panoptikum: Es liegt direkt am Spielbudenplatz, nur wenige Schritte von der U-Bahn St. Pauli oder der S-Bahn Reeperbahn entfernt. Hunde sind willkommen, Tickets gibt es online oder spontan an der Kasse.

Mein Fazit: Das Panoptikum ist mehr als nur ein Fotospot. Es ist ein Stück Hamburger Kulturgeschichte, das seit fünf Generationen von derselben Familie geführt wird. Wer eine Stunde Zeit hat, sollte sich diesen besonderen Ort mitten auf der Reeperbahn nicht entgehen lassen.

Hinterlasse einen Kommentar