Nach ausgiebigem Schneefall zeigte sich die Metropolregion Hamburg am 3. Januar 2026 von einer besonders ruhigen und zugleich eindrucksvollen Seite. Trotz der langfristigen Auswirkungen des Klimawandels war es nach längerer Zeit wieder zu einem flächendeckenden und außergewöhnlich kräftigen Wintereinbruch im Norden gekommen. Innerhalb weniger Stunden fielen regional über 20 Zentimeter Neuschnee – Schneemengen, wie man sie in dieser Region nur noch selten erlebt.
Ausgelöst wurde die Wetterlage durch ein ausgeprägtes Tiefdruckgebiet aus dem skandinavischen Raum, das polare Kaltluft bis nach Norddeutschland führte und bereits in anderen Regionen für markante Schneefälle gesorgt hatte. Begünstigt wurde der intensive Schneefall zusätzlich durch die vergleichsweise warme Nordsee: Der starke Temperaturkontrast zwischen Meer und einströmender Polarluft verstärkte die Niederschlagsbildung deutlich.
In den Morgenstunden lag eine beinahe ungewohnte Stille über Stadt und Umland. Gedämpfte Geräusche, tief verschneite Dächer und Bäume sowie ein diffuser Winterhimmel verliehen der Region eine fast nordische Anmutung. Viele Menschen nutzten den frühen Tagesbeginn, um Gehwege, Einfahrten und den Schnee direkt vor der eigenen Haustür zu räumen – ein vertrautes, fast schon verbindendes Bild eines gemeinschaftlichen Umgangs mit dem Winter.
Ab Mittag erlebten wir die tolle Atmosphäre, die der frische Schnee verbreitete. Mit zunehmendem Tageslicht füllten sich Wege und Plätze, Spaziergänge wurden bewusst verlängert, und trotz der winterlichen Temperaturen lag eine spürbar positive, fast gelöste Stimmung in der Luft. Der Schnee wurde damit nicht nur zur stillen Kulisse, sondern zum prägenden Element eines besonderen Wintertages.
Bemerkenswert war zudem die Situation im öffentlichen Nahverkehr. Der ÖPNV in Hamburg war trotz der erheblichen Schneemengen insgesamt nur wenig gestört. Busse sowie U- und Regionalbahnen fuhren überwiegend pünktlich und regelmäßig. Lediglich im Osten Hamburgs kam es bei der S-Bahn Hamburg, konkret auf der Linie S7, zu einer kleineren Einschränkung: Die Züge verkehrten zeitweise im 20-Minuten-Takt statt im regulären 10-Minuten-Rhythmus. Diese Einschränkung blieb insgesamt gut vertretbar.
Fazit: Der 3. Januar 2026 bleibt damit als ein bemerkenswerter Wintertag in Erinnerung, an dem die Metropolregion Hamburg kurz innegehalten hat: still, weiß und überraschend entschleunigt – und zugleich als eindrucksvolles Beispiel dafür, wie selbst eine große Metropolregion mit außergewöhnlichen Schneemengen von über 20 Zentimetern innerhalb weniger Stunden umgehen kann.











