Winterwetter im Norden-Lageeinschätzung: Sturm, Schnee, strenger Frost

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Die Wetterlage im Norden Deutschlands verschärft sich in den kommenden Tagen spürbar. Neben Sturm und Schnee in der Nacht zu Freitag sowie sehr strengem Frost bis zu –18 Grad zum Wochenbeginn tritt nun ein weiterer kritischer Faktor hinzu: Streugut wird vielerorts knapp. (Stand: 07.01.2026)

Sturm und Schnee in der Nacht zu Freitag

Für die Nacht zu Freitag wird der Durchzug eines Tiefs erwartet. Stürmische Böen in Verbindung mit Schneefall können lokal zu Schneeverwehungen, eingeschränkter Sicht und Verkehrsbehinderungen führen. Besonders betroffen sind freie Lagen, Brücken, Küstenbereiche und exponierte Strecken.

Sehr strenger Frost zum Wochenbeginn

Zum Wochenstart wird sehr strenger Frost prognostiziert. Temperaturen bis –18 Grad begünstigen flächige Glätte – auch ohne neuen Niederschlag. Bereits vorhandene Feuchtigkeit friert durch, und tagsüber angetaute Flächen vereisen erneut.

Knappheit beim Streugut

Durch die anhaltenden winterlichen Bedingungen und den hohen Verbrauch in den vergangenen Tagen stoßen Winterdienste zunehmend an ihre Grenzen. In mehreren Regionen wird Streusalz bereits sparsam und priorisiert eingesetzt.
Konsequenzen:

  • Nebenstraßen und weniger befahrene Wege können zeitweise ungestreut bleiben.
  • Fuß- und Radwege sind besonders betroffen.
  • Bei sehr tiefen Temperaturen verliert Streusalz zudem an Wirksamkeit; alternative Maßnahmen (Splitt) sind begrenzt verfügbar.

Einfluss der warmen Nordsee

Die vergleichsweise warme Nordsee kann Schneeschauer verstärken, wenn Kaltluft über das Meer strömt. Schmale Schneebänder können lokal kurzfristig Neuschnee bringen und die Glättesituation weiter verschärfen – auch dort, wo Streugut knapp ist.

Einordnung und Restrisiko

Eine Schneekatastrophe wie 1978/1979 bleibt sehr unwahrscheinlich. Gleichwohl erhöht die Kombination aus Sturm, Schnee, extremem Frost und begrenzten Streumitteln das Risiko für Unfälle und Einschränkungen im Alltag. Ein Restrisiko kurzfristiger Verschärfungen bleibt bestehen.

Fazit: Der Norden steht vor einer ernsten winterlichen Phase. Sturm und Schnee, sehr tiefe Temperaturen und knappe Streumittel erfordern erhöhte Vorsicht. Verkehrsteilnehmende sollten Fahrten kritisch prüfen, mehr Zeit einplanen und glatte Abschnitte meiden. Aktuelle Warnungen und Hinweise des Deutscher Wetterdienst sollten aufmerksam verfolgt werden.

Der Winter bleibt beherrschbar – verlangt aber in den kommenden Tagen umsichtiges Verhalten und erhöhte Aufmerksamkeit.

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