Im Januar 2026 führte uns ein gemeinsamer Besuch erneut ins Planetarium Hamburg – diesmal zur 3D-Show Die Apollo-Missionen zum Mond – Capcom Go! 3D. Die Produktion widmet sich einem der bedeutendsten Kapitel der Menschheitsgeschichte und verbindet historische Originaltöne, wissenschaftliche Einordnung und modernste Visualisierung zu einem eindrucksvollen Gesamterlebnis.
Historischer Hintergrund: Der Wettlauf ins All
Im Jahr 1969 verfolgten Millionen Menschen weltweit gebannt vor Fernsehern und Radios die Apollo 11-Mission, die erstmals Astronauten auf den Mond brachte. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges war der Wettlauf ins All weit mehr als ein technisches Kräftemessen – er stand für Fortschrittsglauben, politische Symbolik und den menschlichen Drang, Grenzen zu überwinden. Die Show greift diesen Kontext auf und ordnet ihn verständlich und zugleich spannend ein.
Vom Nachthimmel zur Mondoberfläche
Die Inszenierung beginnt bewusst ruhig: mit dem aktuellen Lauf des Mondes am irdischen Nachthimmel. Von dort spannt sich der dramaturgische Bogen über die Vorbereitung der Missionen, den Start der Saturn-V-Rakete, den Flug durch den Erdorbit bis hin zum Anflug auf den Erdtrabanten. Die 3D-Projektionen lassen dabei ein starkes Raumgefühl entstehen – man hat das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein.
„CapCom, Go!“ – Entscheidungen mit Tragweite
Ein zentrales Element der Show ist die Rolle des „CapCom“ (Capsule Communicator). Als einzige Kontaktperson durfte er im Kontrollzentrum direkt mit der Besatzung sprechen. Wenn der CapCom das entscheidende „Go!“ gibt, wird der Start oder ein weiteres Manöver freigegeben. Besonders eindrücklich ist der Moment, in dem die Erlaubnis erteilt wird, die riskante Landung auf dem Mond zu wagen – eine Entscheidung, die Geschichte schrieb.
Der „kleine Schritt“ – groß inszeniert
Die Mondlandung selbst und die ersten Schritte auf der Oberfläche werden im Planetarium eindrucksvoll und sinnlich erfahrbar gemacht. Der berühmte Moment von Neil Armstrong, begleitet von Buzz Aldrin, wird nicht nur erzählt, sondern visuell und akustisch erlebbar. Der „kleine Schritt“ wird so tatsächlich als großer Sprung für die Menschheit spürbar.
Fazit: Wir waren schon öfter im Planetarium – und es ist immer wieder toll. Auch dieser Besuch bestätigte erneut, warum das Planetarium Hamburg für uns ein fester Anlaufpunkt ist: Jede Show ist anders, jede Inszenierung setzt eigene Akzente, und doch verlässt man den Saal jedes Mal mit dem Gefühl, etwas Besonderes erlebt zu haben. Capcom Go! 3D war eine faszinierende Reise vom nächtlichen Himmel bis zur Mondoberfläche – informativ, emotional und nachhaltig beeindruckend.


