Bewertung: 4 von 5.

Der Jahreswechsel wurde in Hamburg mit einem besonderen Open-Air-Erlebnis begangen: Silvester in Concert am Chicagokai verwandelte die Norderelbe in eine eindrucksvolle Bühne für Musik, Gemeinschaft und den Übergang ins neue Jahr. Die Veranstaltung wurde bundesweit live vom ZDF übertragen und rückte Hamburg damit auch überregional in den Fokus des Silvesterabends.

Eine schwimmende Bühne und ein hochkarätiges Line-up

Zentrum der Veranstaltung war eine imposante schwimmende Bühne auf der Elbe. Unter dem Titel „Silvester in Concert“ präsentierte sich ein breit gefächertes musikalisches Programm mit Johannes Oerding, Michael Patrick Kelly, Kerstin Ott, der britischen Boygroup Blue, der österreichischen Band Wanda, Das Bo, Star-DJ Felix Jaehn, ATC, Jenny von Ace of Base sowie den Hamburger Lokalmatadoren Lotto King Karl. Die Mischung aus nationalen und internationalen Acts unterstrich den Anspruch einer professionell produzierten Silvestershow.

Wetter, Stimmung und Besucherzahl

Die äußeren Bedingungen zeigten sich typisch norddeutsch: Bei rund 4 Grad, kräftigem Wind sowie zeitweisem Regen war Durchhaltevermögen gefragt. Statt der ursprünglich erwarteten 12.000 Besucherinnen und Besucher fanden sich rund 9.000 Gäste am Veranstaltungsort ein. Die widrigen Wetterverhältnisse dürften hierfür mit ausschlaggebend gewesen sein. Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch – im Gegenteil: Dick eingepackt und wetterfest ausgerüstet feierte man gemeinsam dem Jahreswechsel entgegen.

Zugang, Organisation und Ticketregelung

Der Veranstaltungsort, der Chicagokai vor dem Westfield Hamburg-Überseequartier, war ausschließlich für Ticketinhaber zugänglich. Anders als bei vergleichbaren Silvesterveranstaltungen in Berlin war der Eintritt in Hamburg kostenpflichtig. Frühbucher konnten Tickets bereits ab 32 Euro erwerben; laut Veranstalter wurden zudem Sozialtickets zu reduzierten Preisen angeboten. Wir selbst hatten Eintrittskarten zum regulären Preis von rund 49 Euro.
Die Warteschlangen an den drei Eingängen waren überschaubar und gut organisiert, sodass der Einlass trotz der Besucherzahl zügig und geordnet erfolgte.

Feuerwerk über der Elbe – kurz, aber eindrucksvoll

Das um Mitternacht gezündete Feuerwerk über der Elbe fiel im Vergleich zu zuletzt erlebten Silvesterfeuerwerken in Berlin deutlich kleiner aus. Statt rund acht Minuten dauerte es etwa vier Minuten. Dennoch wirkte das Spektakel äußerst eindrucksvoll: Teile des Feuerwerks wurden von Schleppern auf der Elbe gezündet und sorgten für außergewöhnliche Perspektiven, intensive Reflexionen auf dem Wasser und eine starke maritime Wirkung.

Eindrucksvolle Kulisse – auch im Fernsehen

Die Kulisse der Hansestadt zeigte sich dabei besonders eindrucksvoll – eine Wirkung, die vor allem durch Drohnenaufnahmen eingefangen und über die TV-Übertragung eindrucksvoll vermittelt wurde. Hafen, Elbe, Bühne und Feuerwerk verschmolzen zu einem stimmungsvollen Gesamtbild.

Heimreise mit dem ÖPNV – spät, aber sicher

Nach dem Ende des Feuerwerks gegen 0:30 Uhr traten viele Besucherinnen und Besucher – wie auch wir – durchgenässt die Heimfahrt an. Der U-Bahnhof Überseequartier war entsprechend stark frequentiert, die U-Bahnen zeitweise mehr als ausgelastet. Auch an den Knotenpunkten Jungfernstieg und Hamburg Hauptbahnhof herrschte großer Andrang. Teilweise kam es zu Verspätungen, unter anderem infolge erneuter Polizeieinsätze. Trotz der angespannten Lage verlief die Rückfahrt insgesamt geordnet – wir kamen spät, aber sicher mit dem ÖPNV nach Hause.

Fazit

Silvester in Concert am Chicagokai erwies sich als gelungener, gemeinschaftlicher und wetterfester Start ins neue Jahr – professionell organisiert, musikalisch breit aufgestellt und mit einer unverwechselbaren Hamburger Hafenatmosphäre.

Kurzinfos:

  • Ort: Chicagokai, Hamburg (vor dem Westfield Hamburg-Überseequartier)
  • Übertragung: Live im ZDF
  • Besucherzahl: ca. 9.000 Gäste
  • Eintritt: ab 32 € (Frühbucher), regulär ca. 49 €, Sozialtickets verfügbar
  • Wetter: windig, nass, zeitweise Regen, ca. 4 °C

Kommentar verfassen

BARRIERE-FREIHEIT

Entdecke mehr von Sven Minge

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen